|
Geschrieben von: Thomas Philipp
|
|
Freitag, 17. Mai 2013 09:20 |
|
Das Regal Religion in der Bahnhofsbuchhandlung Bern hat vier Etagen mit folgenden Bereichen: Buddhismus, Esoterik, Christentum, und die vierte Etage ist der Literatur von Pater Anselm Grün gewidmet. Anselm Grün ist also eine internationale Marke! Sie steht für einen achtsamen und barmherzigen Umgang mit sich selbst, für eine Gebetssprache, die Gott unsere seelischen Wunden hinhält und ihn um Heilung bittet. Mit über 300 Sachtitel und einer Auflage von über 18 Mio. Büchern, übersetzt in 32 Sprachen, ist Grün weltweit einer der wirkmächtigsten Zeitzeugen der Frohen Botschaft des Christentums. Offenbar findet Grün Kommunikationswege, die vielen anderen verschlossen sind. Man sollte meinen, dass dieses Phänomen für die Professionellen der Glaubenssprache interessant sei. Doch seltsam ist: Eine Auseinandersetzung der theologischen Wissenschaft mit Grün gibt es nicht. Von der Handvoll Titel zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Anselm Grün stammen gerade zwei aus der Universität. Gewiss, Grün schreibt nicht als Wissenschaftler, aber seine Wirkung ist greifbar!
|
|
Weiterlesen...
|
|
Geschrieben von: Krishna Prema
|
|
Montag, 29. April 2013 16:09 |
|
„Oh Swagatam Gange, Saranagatam Gange!“ Gesänge zur Verherrlichung von Mutter Ganga erfüllen die Atmosphäre. „Gegrüsst seist du Ganga, Dir gebe ich mich hin, Ganga!“ Die Gebete werden von Tabla-Rhythmen begleitet und laden zum Mitklatschen und Singen ein. Die jungen Studenten des Ashramas entzünden die schweren Butterfettlampen und ihr Guru eröffnet die Ganga-Verehrungszeremonie am Ufer des heiligen Flusses. Am Horizont verfärbt sich der Himmel rötlich und die grosse Shiva-Statue auf der gegenüberliegenden Brücke des Paramarth Gaths strahlt eine mystische Präsenz aus. Ohne Zweifel sind diese Zeremonien, wie die hier beschriebene in Risikesha, einer der Höhepunkte unserer jährlichen Ganges-Reisen. Aber weshalb verehren Hindus eigentlich einen Fluss?
In Indien hatten die Menschen schon immer ein tiefes Vertrauen in den Gangesfluss und die aussergewöhnliche Kraft seines Wassers. König Akbar nannte es "Wasser der Unsterblichkeit" trug stets etwas Reserven bei sich. Selbst britische Seefahrer schätzten das Gangeswasser, wenn sie ihre dreimonatige Schiffsreise nach England vornahmen, da es immer "süss und frisch" blieb. Ich selber erfuhr auf meinen Pilgerreisen immer wieder die reinigende Wirkung des heiligen Wassers. Auf der letzten Ganges-Reise hatten einige Teilnehmer diesbezüglich aber auch ihre Zweifel zum Ausdruck gebracht.
"Reinigende Wirkung?!" Leider ist der heiligste Fluss Indiens wohl auch einer der schmutzigsten Flüsse des Landes! Zwar hat der Ganges eine enorm starke selbstreinigende Kraft, aber allein in Kolkata werden täglich 320 Mio. Liter Abwässer in den Gangesarm Hugli eingeleitet. Die Belastung durch Kolibakterien soll 2000-mal höher sein als in Indien erlaubt ist. Man kann es also nicht abstreiten, der Zustand des Ganges ist eine ökologische Katastrophe! Daran konnte leider auch die ihm Jahr 1986 gestartete Initiative „Ganga Action Plans“, welches das teuerste und umfassendste Umweltschutzprogramm in der Geschichte Indiens war, nicht viel ändern.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Geschrieben von: Thomas Philipp
|
|
Mittwoch, 10. April 2013 14:13 |
|
Buena sera … Wir spüren, wie die bleierne Lähmung der Ratzinger-Jahre von uns weicht, einstweilen nur atmosphärisch, und sichtbar in ersten Schritten. Der Neue tritt gewinnend und warmherzig auf; wäscht strafgefangenen Jugendlichen die Füsse, pfeift auf Panzerglas, wohnt nicht im Palast … auf einmal werde ich auf den Papst angesprochen, dutzendweise, neugierig, positiv. Es ist etwas weniger peinlich, katholisch zu sein …
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Geschrieben von: Joe M.
|
|
Dienstag, 26. März 2013 18:58 |
|
Der Mensch erschuf die Götter nach seinem Ebenbild. Jede Volksgruppe, die etwas auf sich hielt, besass ihre eigenen Legenden und selbstverständlich auch eigene Götter, die ihnen in ruhmreichen Schlachten zur Seite standen. Die Götter der alten Ägypter, Griechen, Römer, Kelten und Germanen sind aber mit der Zeit alle in Vergessenheit geraten. Wer glaubt heute noch an Atum, Thot, Horus, Isis, Amun, Zeus, Dionysos, Pan, Poseidon, Athene, Hera, Jupiter, Venus, Diana, Vesta, Teutates, Taranis, Esus, Odin, Thor, Tyr oder Frigg? Warum aber überdauerte Jahwe – im Unterschied zu vielen anderen historischen Göttern – die Jahrtausende? Hätte der Jahwekult nicht zwei religiöse Ableger hervorgebracht, die sich in zufälliger Weise und dem Ungeist der damaligen Zeit entsprechend zu Weltreligionen (Christentum und Islam) entwickeln konnten, wäre auch Jahwe längst in Vergessenheit geraten.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>
|