Religion und Spiritualität in der Entwicklungszusammenarbeit – Potenzial oder Gefahr?
Geschrieben von: Stephan Tschirren   
Mittwoch, 21. April 2010 13:12

Vortrag von Anne-Marie Holenstein vom 10. März 2010

Seit ihrer Lancierung nach dem Zweiten Weltkrieg spielen in der internationalen Entwicklungspolitik Religion und Spiritualität nur eine marginale Rolle. Die „Unterentwicklung“ der Länder im Süden wurde als Rückstand auf einer Stufenleiter aufgefasst, deren oberste Plätze durch die „entwickelten“ Länder in Westeuropa und Nordamerika eingenommen wurden. Wirtschaftswachstum sollte den „unterentwickelten“ Gebieten helfen, diesen Rückstand aufzuholen. Dieses Modell ging von einer Entwicklung aus, die sich auf der Basis der technologisch-industriellen Produktion entwickelt. Religiöse oder spirituelle Fragen fanden in dieser Konzeption keinen Platz.
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Der Hass auf den Westen - und was Religion damit zu tun hat
Geschrieben von: Michael Frey   
Dienstag, 16. Februar 2010 10:28

Jean Ziegler sprach in der Offenen Kirche Elisabethen in Basel

Irgendwie erinnert er mich seit einiger Zeit an meinen Grossvater: Jean Ziegler redet genauso viel und schmückt das Gesagte mit bunten Anekdoten aus einem langen, interessanten Weltenbummler-Leben - etwas wirklich Neues hat er jedoch seit Jahren nicht mehr gesagt.

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Ein "symbolisches Zeichen" gegen ein "Machtsymbol"
Geschrieben von: Stefan Nadile   
Montag, 25. Januar 2010 16:14

Die 100. VOX-Analyse zieht an der Pressekonferenz vom 25.Januar 2010 in Bern Bilanz über die Anti-Minarett-Initiative, welche am 29.November des letzten Jahres von einer überraschend grossen Mehrheit der Stimmenden angenommen wurde. Die Studienleiter kommen dabei zum Schluss, dass es sich bei der Motivation und der Absicht der Befürworter der Initiative nicht um eine grundsätzliche Ablehnung der Muslime handelte, sondern mit dem Verbot vielmehr der Verbreitung des Islam Einhalt geboten werden sollte - das war zumindest die am häufigsten genannte Antwort in Bezug auf das Entscheidungsmotiv: das Abstimmungsresultat ist also, so titelt die Medienmitteilung, ein "symbolisches Zeichen" der Befürworter.

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"Streit um das Minarett" - ein vielschichtiges Portrait eines brisanten Themas
Geschrieben von: Manuela Rechsteiner   
Samstag, 12. Dezember 2009 10:20

Rezension - „Streit um das Minarett. Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft“

Die Minarettinitiative wurde bei der letzten Volksabstimmung am 29. November 2009 klar angenommen. - Dies, obwohl sie im Widerspruch zur geltenden Verfassung und zum Völkerrecht, insbesondere zur Religionsfreiheit und zum Diskriminierungsverbot, steht. Darüber hinaus verstösst sie gegen das Neutralitätsgebot (innerhalb der Glaubens- und Gewissensfreiheit), welches den Staat dazu verpflichtet, alle Konfessionen prinzipiell gleich zu behandeln. Es stellt sich nun die grundlegende Frage, wie sinnvoll es ist, eine Initiative zur Abstimmung vorzulegen, wenn voraussehbar ist, dass spätestens der EGMR bei einer Beschwerde einer entsprechenden Regelung die Anwendung versagen würde.

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KOMMENTAR: Abstimmung zur Anti-Minarettinitiative - ein "Denkzettel" fĂĽr den Islam?
Geschrieben von: Maurus Blumenthal   
Montag, 30. November 2009 20:00

Normalerweise werden bei politischen Entscheidungen politische und wirtschaftliche Interessen und deren Geltungsansprüche ausgehandelt. Bei der Anti-Minarettinitiative waren aber nur symbolische Geltungsansprüche relevant. Viele Personen, die bis jetzt bei Migrationsthemen pragmatisch abgestimmt hatten, konnten gestern ein "Ja" einlegen, da es sich bei dieser Initiative quasi um eine rein symbolische Initiative handelt. Die „direkten“ Konsequenzen bei der Annahme der Initiative sind gleich null. Keine in der Schweiz lebende Person muss durch die Annahme der Initiative heute sein Verhalten im Vergleich zu seinen Gewohnheiten vor der Abstimmung ändern. Bei einem Kopftuchverbot wäre dies zum Beispiel anders gewesen; die Annahme einer solchen Initiative hätte das Leben von Personen direkt beeinträchtigt.

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