Die drei großen monotheistischen Religionen eint ein überwältigender und bis heute nahezu
ungebrochener Konsens über die strukturelle Gewalt an (nicht-menschlichen) Tieren. Diese Gewalt
kann ritueller Natur sein, aber auch als Deutungsgewalt gegenüber den vermeintlich seelenlosen
Tieren Wirkung entfalten. Beide Formen stellen nicht nur das friedliche Selbstverständnis der
Religionen in Frage, sondern verlangen insbesondere nach analytischen Antworten, die die über
lange Zeit hinweg als selbstverständlich aufgefasste Gewaltförmigkeit der Religionen
problematisieren. Auf diesem Weg tragen sie zugleich zur Überwindung dieses theologisch- und
religiös-legitimierten Speziesismus bei.
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