Religion und Ökologie – Podium zum Projektstart

Auf dem Podium diskutieren vier Frauen und ein Mann, sie gehören verschiedenen religiösen Traditionen an, sie kommen aus unterschiedlichen Disziplinen, befassen sich beruflich und persönlich als Forscher:innen, als Denker:innen, Politikerin, Aktivistin und als Hilfswerkbeauftragte mit Fragen der Ökologie, Nachhaltigkeit und auch Religion.

Zum Projektstart widmet sich religion.ch dem Thema Ökologie und Religion: Werden Religionen in der Schweiz grüner? Wie steht es um ihre Beziehung zur Natur und ihre Verantwortung für die Schöpfung? Welche Rolle spielen religiös motivierte Menschen in der Klimabewegung? Im Podcast zur Eröffnung diskutieren Sibel Arslan (Nationalrätin), Sarah Bloch (jüdische Klimaaktivistin), Romana Büchel (Fastenopfer), Jens Köhrsen (Forschungsprojekt «Are Religions becoming green?») und Doris Strahm (Interreligiöser Think-Tank) unter der Moderation von Amira Hafner-Al Jabaji die Frage, wie grün Religionen in der Schweiz sind.

Die Podiumsteilnehmenden:

Sibel Arslan ist Juristin, seit 2015 ist sie Nationalrätin der Grünen für den Kanton Basel Stadt. Ihre religiöse Tradition ist das Alevitentum. Sie hat ausser den baslerischen Wurzeln noch kurdisch-türkische Wurzeln.
Sarah Bloch ist gerade daran Maturprüfungen zu schreiben, daneben bereitet sie sich auf ein Medizinstudium vor. Sie ist jüdisch und in der Israelitischen Cultusgemeinde in Zürich (ICZ) gross geworden. Sie ist Klimaaktivistin und engagiert sich in der jüdischen Jugendbewegung mit dem Kurznamen «Shomer».
Romana Büchel studierte Ethnologie, Biologie und Religionswissenschaften. Sie ist die Fachverantwortliche für Religion, Kultur und Gender beim katholischen Hilfswerk «Fastenopfer».
Jens Köhrsen hat Soziologie, Philosophie, evangelische Theologie und Wirtschaftswissenschaften studiert und in Soziologie promoviert. Zwischen 2013 und 2021 war er Assistenzprofessor für Religion und Wirtschaft am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik an der Uni Basel und Projektleiter des Forschungsprojektes «Urban Green Religions». Dieses Projekt befasste sich mit dem Umweltengagement von religiösen Gemeinschaften. Gegenwärtig leitet er das Folgeprojekt unter dem Titel «Are Religions becoming green?». Daneben ist er Professor für Religion und Gesellschaft an der Universität Oslo.
Doris Strahm hat evangelische und katholische Theologie studiert. Sie schrieb ihre Dissertation zur Theologie von Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Seit fast 40 Jahren arbeitet sie freischaffend als feministische Theologin und Publizistin zu feministischen und ökofeministischen Theologien, zu Frauenrechten sowie zum interreligiösen Dialog aus Gendersicht. Sie ist Mitbegründerin der feministisch-theologischen Zeitschrift Fama und des Interreligiösen Think-Tanks. Im letzten Jahr erhielt sie von der theologischen Fakultät der Universität Bern den Titel der Ehrendoktorin für ihre feministisch-theologische Arbeit.
Das Podium moderiert Amira Hafner-Al Jabaji. Sie studierte Islam- und Medienwissenschaften an der Universität Bern. Seit über zwanzig Jahren arbeitet sie freischaffend als Referentin, Autorin und Journalistin im Bereich des interreligiösen Dialogs. Von 2015 bis 2021 moderierte sie die «Sternstunde Religion» des SRF. Sie ist Muslimin und gründete zusammen mit Doris Strahm von christlicher Seite sowie einem jüdischen Mitglied 2008 den «Interreligiösen Think-Tank».

Religion und Ökologie – Podium zum Kick-Off